Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung der CDU/CSU

Primas: Helmut Sauer hinterlässt große Lücke

Langjähriger OMV-Bundesvorsitzender im Alter von 78 Jahren verstorben

Zum Tod des Ehrenvorsitzenden der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge, Helmut Sauer (Salzgitter), erklärt der OMV-Bundesvorsitzende Egon Primas:

Die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung der CDU/CSU (OMV) – Union der Vertriebenen und Flüchtlinge – trauert um einen ihrer profiliertesten Verantwortungsträger und Mitstreiter: Am 10. Januar 2024 ist Helmut Sauer, unser langjähriger Bundesvorsitzender und geschätzter Ehrenvorsitzender, nach kurzer, aber schwerer Krankheit in Braunschweig verstorben.

Mit Helmut Sauer ist ein aufrechter Schlesier, ein katholischer Christ mit klarem, sozialem Wertekompass, ein gleichermaßen verdienter wie loyaler CDU-Politiker, ein überzeugter Europäer, ein Kämpfer für die Menschen- und Volksgruppenrechte sowie das Recht auf die Heimat von uns gegangen. Er hinterlässt eine große Lücke in der politischen wie in der landsmannschaftlichen Arbeit und in den Herzen der vielen Wegbegleiter, die er mit seiner Begeisterung über Jahrzehnte angesteckt hat. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden mit seiner Familie.

Geboren wurde Helmut Sauer am Heiligen Abend 1945 noch in seiner schlesischen Heimat, in Quickendorf im Kreis Frankenstein. Auch die Taufe erfolgte noch in Schlesien, in der Nachbargemeinde Peterwitz. Im April 1946 wurde die Familie nach Lengede in Niedersachsen vertrieben, wo sie ein neues Zuhause fand.

Mit 19 Jahren trat Helmut Sauer in die CDU ein, mit 25 wurde er CDU-Kreisvorsitzender in Salzgitter, und mit gerade 26 Jahren zog er über die Liste der CDU in Niedersachsen als damals jüngster Abgeordneter erstmals in den Deutschen Bundestag ein. Dort wirkte er bis 1994. Fast als „krönender Abschluss“ seines Mandats ist die „Konvention gegen Vertreibung“ zu sehen, die der Bundestag 1994 maßgeblich auf die Initiative von Helmut Sauer hin verabschiedet hat. Darin heißt es: „Vertreibung jeder Art ist international zu ächten und als Ver-brechen gegen die Menschlichkeit zu ahnden. Wer vertrieben wurde, hat Anspruch auf die Anerkennung seiner Rechte.“

In der OMV übernahm er ab 1975 Verantwortung, als er als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt wurde. Ab 1977 wirkte er als stellvertretender Bundesvorsitzender, zwischen 1979 und 2017 als Landesvorsitzender in Niedersachsen. Eng arbeitete er in der OMV mit dem damaligen Bundesvorsitzenden und späteren Ratiborer Ehrenbürger, Herbert Hupka, zu-sammen, der 1989 den Staffelstab an Helmut Sauer weitergab. Bis 2017 leitete er dann die Geschicke unserer Parteivereinigung und wurde danach zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Für sein Engagement wurde Helmut Sauer vielfach geehrt, u.a. 1987 mit dem Bundesverdienstkreuz, 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1999 mit dem Schlesier-Kreuz der Landsmannschaft Schlesien und 2021 mit der Verdienstmedaille des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG).

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Nachruf auf Helmut Sauer

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